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Ich bin dann mal da 3.0

Guten Morgen Welt! 🙂

Wie ihr merkt (?) war die letzte Nacht schon viel besser als die davor. Ich bin sogar so etwas wie ausgeschlafen, obwohl mein Wecker erst gleich Koernchenklingeln würde und ich mehrmals aufgewacht bin. Das Einschlafen selbst war allerdings etwas schwierig, da die Nachbarn hier über der Wohnung gestern Abend noch „spät“ Besuch bekamen. Eigentlich ja kein Problem, doch leider ist das Haus sehr hellhörig und ich konnte ungewollt einen großen Teil der Gespräche hören. Blöderweise scheinen die ihr Wohnzimmer über Miguels Schlafzimmer zu haben… [Die laufen da oben schon wieder rum. Schlafen die eigentlich nie???] Kurzerhand habe ich mich dann, entgegen den Ratschlägen meines Bruderherzes, dazu entschlossen auf dem Sofa zu nächtigen. Es war zwar etwas heller, davor aber schön ruhig! Von der Straße habe ich gar nichts mitbekommen. (Lag vlt. auch daran, dass es im Haus so laut war?) Bereut habe ich meinen „Umzug“ jedenfalls nicht, denn so war Körnchen gewillt zumindest auf dem Kissen neben mir zu nächtigen und sich in den Schlaf kraueln zu lassen. <3

Kaum wach wurde ich von zwei großen – angeblich hungrigen – Raubkatzen begrüßt. Phex ist dabei sowieso sehr anstrengend. Wann immer ich aufstehe, egal von wo, rennt er als erstes mauzend in die Küche… *Augen roll* Heute Morgen bekam er (erfolgreiche) Unterstützung von Nimoeh. Körnchen machte da eher einen auf Herrchen: „Mau. Ich bin doch grade erst wach!“ Hat dann aber schließlich doch gefressen. Körnchenmäßig eben.

 

Ein Königreich für einen Heizlüfter …

Samstag, 13. Dezember 2014
Außentemperatur: ca. 3° C
ca. 20 Uhr

Eine eisige Kälte bahnt sich ihren Weg ins Haus. Unaufhörlich kriecht sie die Wände empor.kalt1
„Herrchen ist in zwei Stunden hier. Herrchen weiß was zu tun ist.“ versuchte das weibliche HG-Mitglied die Katzen, und sich selbst, zu beruhigen. So ganz sicher war sie sich dabei allerdings auch nicht …

ca. 23:30 Uhr
Außentemperatur: ca. -1° C

Der „Herr des Hauses“ kam nach Hause, wurde mit dem Problem konfrontiert – und gemeinsam suchte man nach einer Lösung. So einfach wie das Frauchen dachte, war es leider dann doch nicht…
Nach einigen Anläufen schafften wir es endlich Wasser aufzufüllen, fest davon überzeugt, dass Problem beseitigt zu haben. Die Heizung jedoch sah keinen Grund unsere Mühen anzuerkennen und tat das, was sie vorher auch gemacht hatte: Nichts!
Die Anzeige des Thermometers sank immer tiefer. Erbarmungslos. Nach gut zwei Stunden hatten wir alles zumindest lauwarm. (Wobei es zum Heizen nicht wirklich reichte.)
Müde beschlossen wir uns unter unsere – kalten – Bettdecken zu kuscheln. – Die Samtpfoten sahen es ähnlich und kuschelten sich an einander / uns.
Glück im Unglück: Zumindest sind wir in den Mauern vor dem eisigen Wind geschützt – und: Es ist nicht über die Feiertage passiert!

Sonntag, 14. Dezember 2014
Außentemperatur: ca. 3° C

Sonntag. Die Heizung lauwarm. Höchstens. Es sollte alles nichts helfen. Bei Bekannten wurde nach einer Idee gefragt. Leider ohne Lösung. Das Haus kühlte immer weiter aus. Es half nichts:
Ein Griff zum Telefon: Notdienst. – Und die Feststellung das NOTdienste es NICHT NÖTIG haben, auch ans Telefon zu gehen. Schon gar nicht an einem (Advents)Sonntag… Trotz mehrer Versuche bei diversen Handwerken: Kein persönliches Gespräch. Rückrufe: Fehlanzeige.
Am Abend gaben wir auf, fanden uns damit ab, die nächste Nacht in der Kälte zu verbringen.
Heißes Wasser funktionierte glücklicherweise noch. Eine heiße Dusche. Welch‘ Wohltat, um den halb gefrorenen Körper zu erwärmen! (Nur leider war das darunter hervorkommen alles andere als angenehm!)
Am Abend wurde der Backofen benutzt, so dass es nicht lange dauerte und die Küche war der wärmste Raum. Kurzzeitig hegten wir den Plan dort einen Fernseher hinzustellen und mit dem Ofen zu heizen. Auf Grund der hohen Stromkosten verwarfen wir diesen Plan jedoch recht schnell wieder.
Irgendwann hatte der „Herr des Hauses“ (Durchaus begabter Handwerker *hust*) die Therme zumindest soweit, dass wir sie für eine Stunde heizte. Besser als Nichts, aber keine Dauerlösung. Zumal man dabei wirklich jede Stunde in den Keller gehen und das Gerät neu starten musste, samt sämtliche Heizkörper abzuschalten – und später wieder an … Ein wenig abenteuerlich. Früher sammelte man Feuerholz, heute kalt2wechselt man sich an der Therme ab …

Montag, 15. Dezember 2014
Außentemperatur: ca. 5° C

Tatsächlich war es an einem WERKtag möglich einen Klempner zu erreichen. „Wir sind innerhalb der nächsten zwei Stunden bei Ihnen.“ Sie hielten Wort! Zwei, ein wenig an die Charaktere eines alten Spiels erinnernd, standen im Blaumann vor der Tür. Die professionelle Fehlersuche begann – unter Miguels aufmerksam Adleraugen, der sich alles genau erklären ließ. (Eine Einweisung vom Vermieter beim Einzug fehlte nämlich gänzlich!)
Diagnose: Kondensatsabfluss verstopft. EIGENTLICH hätte dieser bei der Wartung (andere Firma!) gereinigt werden müssen. Wurde er aber offensichtlich nicht!
Die beiden Klempner rückten ab, alles funktionierte. Alles? Ja, aber nur kurze Zeit. Erneuter Ausfall. Wieder in der Handwerksfirma anrufen…
Derweil stapelten wir Bettdecken (und Katzen) in der Küche, da es sich dort zumindest, dank der Zubereitung des Abendessens, aushalten lies.
Mooni experimentierte und versuchte mit Fön, Ventilator und Schalen mit kochendem Wasser einen Ofen zu bauen, was jedoch scheiterte. (Nein, sie bekam glücklicherweise keinen Stromschlag. Dennoch: Bitte nicht nachmachen!) Letztlich entschied sie sich für die gute alte Wärmflasche und einen Wasserkocher …

Dienstag, 16. Dezember 2014
Außentemperatur: ca. 5° C

Ein weiteres Mal mit der netten Dame vom Klempnerdienst gesprochen. Sie schicke die Kollegen im Laufe des Tages. Leider wäre kein genauer Termin möglich … – Mal gut, dass Mooni sich so etwas bereits dachte und vorsorglich von Zuhause „arbeitete“. Aber es dauerte gar nicht lange und es klingelte. Unsere „Retter“ standen vor der Tür. (Zumindest hofften wir, dass sie eine Lösung mitbrächten.) Wirklich viel machen konnten sie nicht, denn es sah ganz so aus als sah der Temperaturfühler defekt und, wie könnte es anderes sein, müsste erst ein Ersatzteil geordert werden … Es könnten aber noch drei, vier andere Teile sein. (Super!) Wahllos wolle man keine Teile austauschen (Hah! Daran erkennt man ehrliche Handwerker!), sondern den Wartungsdienst des Herstellers vorbeischicken, um das Ganze günstiger zu gestalten. Am Nachmittag würde man sich noch einmal bei uns melden, zwecks Terminabsprache. (Yeah!)
Die Telefone immer griffbereit haderte Mooni den Dingen, die da noch kommen würden, während Miguel sich durch die „Draußenkälte“ auf ins warme Büro machte. 😉
Keines der Telefone wollte klingeln, doch da klingelte es plötzlich an der Tür! Noch einmal die Klempner „Wir sind’s noch mal!“ (Äh ja, seh ich.) „Wir müssten noch mal was schauen.“ (Na dann mal zu.) Geräusche drangen aus dem Keller an Moonis Ohr, ein Telefongespräch, klappern, zischen, Stimmen, Schritte … Die Klempner drangen wieder ans Tageslicht: „Dürfte jetzt gehen!“ „???“ Siehe da, ein Kollege hatte offenbar einen „rettenden“ Tipp. (Auf Grund des Gesichtsausdrucks des Chefs liegt hier die Vermutung nahe, dass es sich um eine Kleinigkeit handelte, an die man einfach nicht gedacht hatte.)

Drei Stunden später …warm
Wir haben (noch immer) Strom!
Das Wasser wird (noch immer) warm.
Die Heizung wird (wieder) warm!!!
Servivaltrainig der modernen Art: Abgeschlossen.

Mittwoch, 17. Dezember 2014

… Wir hoffen das Beste äh Wärmste …
Bisher haben wir (noch) eine warme Hütte und danken Herrn Streil & seinen Kollegen WÄRMSTENs für den super Service! Von der Dame am Telefon, bis hin zu den Herren vor Ort! 🙂

Klempner

Krankenhaus-Flüchtling in Not

Nun kommt es ab und an mal vor, dass es ein Arztbesuch nicht ausbleibt. Leider kann daraus ein Aufenthalt im Krankenhaus werden.

So erging es auch dem männlichen HG-Mitglied, der sich dachte seiner Mitbewohnerin einfach mal aus dem Weg zu gehen und sich einweisen lies.

Doch das schlKniggeechte Gewissen schien größer – vielleicht war es auch die Langeweile – so begab er sich auf Mission: Zeit vertreiben und schrieb seine Mitbewohnerin an.

So kam es, dass die beiden sich zum Konditor aufmachten, um dort ein Heißgetränk und ein Stück Kuchen zu sich zu nehmen.

Wer Mooni kennt, weiß das sie des öfteren auf „merkwürdige“ Ideen kommt. für sie gehören mache Dinge einfach so, wie sie eben gehören.

Bei einem Krankenbesuch bringt man dem Patienten etwas mit. Gemeinhin Obst und Blumen. Da sie aber nun wusste das Miguel mit Blumen nichts anfangen kann und ihr Obst höchstens gegen den Kopf schmeißen würde, lies sie sich etwas anderes einfallen.

Statt Obst übergab sie eine Vanillestange (zuvor hatte der Patient angemerkt, dass seine Süßwarenvorräte zu Ende gehen) und statt Blumen überreichte sie eine selbst erstellte Sammlung an Denksportaufgaben (zuvor hatte der Patient über Langeweile geklagt). Ob er sich gefreut hat? Es entlockte ihm zumindest ein Schmunzeln … 😉 Ziel erreicht!

(Spannende Berichte des Patienten können direkt hier erfolgt werden: http://webblog.miguel.de)

Mitbringsel

Der Supergau

Nach fast einem Jahr habe ich mich an die Geräusche gewöhnt: das Laufen des Wassers oder des Fernsehers, lautes Gestöhne, selbst an die Schritte … doch diesen Sonntag sollte alles anders sein!

Da mich ein grippaler Infekt niederraffte, überlies ich letzten Sonntag das hübsche junge Mädchen voll und ganz meinem Bruderherz und widmete mich hinter verschlossener Tür den flauschig-plüschigen Dingen. Während ich eintauchte in eine Welt voller Gefahren, großen Tamplern  und Cheeseburgern, hörte ich es – oder besser ich hörte es eben nicht mehr.

Die Geräusche, die Stimmen, selbst das Lachen, waren verstummt. Eine unheimliche Stille erfüllte das Haus. Ich richtete mich auf und lauschte angestrengt.

Dann vernahm ich sie: Schritte! Sie kamen näher. Immer näher …

Ein Klopfen, doch irgendetwas stimmte an diesem Klopfen nicht. Es war nur eine Vorahnung, so wie man am Läuten des Telefons hört, dass etwas passiert ist. Ich sollte recht behalten.

Vor mit stand es: ein kleines Häufchen Elend mit hängendem Kopf, traurigen Augen und schwarzem Daumen. Ehe ich fragen konnte, kamen langsam die erschreckenden Worte:

„Die Kaffeemaschine ist kaputt…!!!“ Mein Herz setze einen Schlag aus, mein Atem stockte. Ich hoffte mich verhört zu haben, doch Miguel sprach weiter: „Ich habe ihr auf dem Weg hierher einen frischen Kaffee versprochen! Was mache ich denn jetzt?“ Sein Blick trübte sich, er schien wie in einer anderen Welt, als die entscheidende Frage kam: „Und vor allen Dingen: WAS MACHE ICH MORGEN FRÃœH???“.

Vermutlich hörte man in der gesamten Nachbarschaft mein Hirn rattern, denn Horrorvisionen von einem Morgen an dem Miguel kein Kaffee bekommt, zogen an meinem geistigen Auge vorbei.

Wie bei einer Trickfilmfigur flogen Blitze – Geistesblitze – um meinen Kopf (na gut es könnte auch das Flackern der Glühbirne gewesen sein), als mir einfiel das ich erst kürzlich noch Instantkaffee gesehen hatte. Dieser hat mich am ersten Urlaubstag schon einmal vor meinem Bruderherz auf Koffeinentzug bewahrt. Wie ein kleiner Goblin funkelte mich mein Gegenüber an und zischte: „Einer reicht da aber nicht!“ Während sich auf meiner Stirn dicke Schweißtropfen bildeten, kam Miguel auf eine andere Lösung:

Er wollte probieren den Filterkaffee mit der Hand aufzubrühen. Es funktionierte! Zwar war es kein wirklicher Vergleich, aber es reichte um den Koffeinlevel meines Bruderherzens auf einem erträglichen Niveau zu halten.

Abends durchwühlte ich den Küchenschrank. Einen Indianer fand ich nicht, dafür aber sogar drei der Kaffeesticks. DAS genügte als Notreserve für den nächsten morgen. Ich atmete auf und entspannte mich. Alles würde gut werden.

Am nächsten Morgen schritt ich langsam die Treppe herab und schielte um die Ecke. Die Mundwinkel meines Bruders waren schmal, aber nicht nach unten gezogen. Ein gutes Zeichen!? Dann sah ich die Tasse mit schwarz-weißer Flüssigkeit vor ihm. Er hatte gefärbtes Wasser!!!

Nach dem nicht stattfindenden Frühstück machte Miguel sich auf den Weg in den Großstadtdschungel – und kam mit einer neuen heilen und vor allen Dingen funktionierenden Kaffeemaschine wieder! Ich bin gerettet!

So kam es, dass ich den  Abend, sowie den nächsten Morgen, unbeschadet überstand und Miguel nicht ohne Kaffee erleben musste.

Möge der tiefschwarze Koffeingott mir huldig sein, damit ich dies auch NIE erleben muss!!!