Aug 252014
 

Phex frisst nicht. Er inhaliert alles Essbare!

Darum haben wir ihm einst einen „Anti-Schling-Fressnapf“ gekauft.

Mehr oder weniger funktioniert das auch. (Eher weniger.)

Blöd nur, wenn Kater so gierig ist, dass er das Fressen nicht (nur) im Mund hat.

Nun hat er Fleischduft unter der Nase. Traum oder Folter? ūüėČ

Die anderen Katzen gucken und riechen jedenfalls sehr begeistert … *g*

Phex

Aug 202014
 

Eine alte Frau sitzt in ihrem Schaukelstuhl auf der Veranda als ploetzlich
eine gute Fee erscheint. „Du hast drei Wuensche frei“, sagt die Fee zur
alten Frau. „Hhm“, gruebelt die alte Frau, „als erstes wuensche ich mir,
dass ich reich bin.“ Die Fee schwingt ihren Zauberstab und schon sitzt die
alte Frau in einem Schaukelstuhl aus purem Gold. „Als naechstes wuensche ich mir, jung und schoen zu sein.“ Die Fee betaetigt ihren Zauberstab und schon ist die ehemals alte Frau jung und schoen. „Gut“, meint die jetzt junge Schoenheit, als ihr alter Kater ihr zwischen den Beinen
herumschleicht, „jetzt wuensche ich mir, dass mein lieber Moritz zu einem
schoenen jungen Mann wird.“ Die Fee schwingt ein letztes Mal den
Zauberstab und verschwindet. Vor der Frau steht der schoenste Mann, den
sie jemals erblickt hat. Sie bekommt weiche Knie, als der schoene
Juengling seinen Kopf in ihre Richtung beugt, glaubt sie doch, er wuerde
sie jetzt kuessen.
Doch stattdessen fluestert er ihr ins Ohr: „Ich habe gewusst, dass es Dir
irgendwann einmal leid tun wuerde, mich kastriert zu haben …“

Phex

Aug 142014
 

Es ist fr√ľher Morgen. Eine kurze schlaflose Nacht liegt hinter mir.

Seit einigen Tage avanciert mein Bruderherz wieder Frauen. Den Blick richtet er schon l√§nger wieder hinterher. (Soviel zu „Nie wieder Weiber!“ ;)) Doch am letzten Wochenende ist es ernst geworden. Ein weibliches Wesen hat es geschafft eine „Bef√§re“ (Weder Beziehung, noch Aff√§re, sondern irgendwas dazwischen.) mit ihm zu f√ľhren. Auch wenn die Dame nicht st√§ndig hier ist – zumindest noch nicht – so kann ich nicht umhin zuzugeben das sie mich st√∂rt. Nicht weil sie etwas mit meinem Bruderherz hat. Ich freue mich wirklich f√ľr ihn! Aber f√ľr mich ist sie eine fremde Person die in meinem Privatbereich eindringt. Wenn sie da ist kann ich mich nicht frei bewegen, nicht das tun und lassen was ich mache, wenn nur die „echten“ Bewohner des Hauses da sind. Auch wenn das zwischen den beiden nur von kurzer Dauer sein wird (Nein, ich werde NICHTS damit zu tun haben!!!) so wird sie sicher nicht die Letzte sein. Eher die erste von einer ganzer Reihe Frauen. Zumindest wenn man „alten Legenden“ glauben darf.

Bisher war mein „Zuhause“ mein R√ľckzugsort. Der Einzige. Hier konnte ich zur Ruhe kommen und eben einfach „ich“ sein. Doch nun ist mir das nicht mehr m√∂glich. H√∂chstens wenn ich mich in mein Zimmer einschlie√üe (sofern ich denn einen Schl√ľssel h√§tte). Ich f√ľhle mich gefangen, wie ein hilfloses Tier in die Ecke gedr√§ngt. Es f√ľhlt sich nicht gut an. Meine Gef√ľhle fahren Achterbahn. Ich habe Angst. St√§ndige Nervosit√§t ist (wieder) zu meinem Begleiter geworden. Wird sie heute wieder vorbei kommen? Eigentlich kann es mir egal sein, doch der Gedanke jemandem „unvorbereitet“ √ľber den Weg zu laufen behagt mir nicht. Selbst vorbereitet ist es nicht wirklich besser. Ich mag keine Menschen und spontan bin ich auch nicht. Leider. Ich w√ľnschte es w√§re anderes, doch bisher sind alle Versuche gescheitert. Ich reagiere gereizt. Einer der Gr√ľnde warum ich bei ihrem ersten Auftauchen die Flucht ergriffen haben. Vor ihrem eintreffen und vor ihrer Abreise. Blo√ü nicht mehr Kontakt als zwingend n√∂tig. Sie kann schlie√ülich nichts daf√ľr, ist auch nur ein Opfer ihrer Gef√ľhle.

„Aller guten Dinge sind drei“ oder auch „Dreimal ist Bremer Recht“, wie man hier zu Lande sagt. Doch ich bin keine Bremerin und vielleicht ist es nun an der Zeit ab hier getrennte Wege zu gehen.

Die Frage nach dem WIE hielt mich wach, lies mich ins Gr√ľbeln fallen. Es scheint keine Win-Win-M√∂glichkeit zu geben. Oder ist mir bisher verborgen:

* Entweder alles bleibt wie es ist und mein Bruderherz und ich suchen uns gemeinsam etwas Neues. So war es bisher geplant. Ganz klarer Nachteil: Ich bezahle mit meiner Freiheit…

* Theoretisch könnte ich mir eine eigene Unterkunft suchen. Praktisch kann ich mir das jedoch nur leisten, wenn ich nebenher arbeiten gehe. Das kann ich mir aber zeitlich nicht leisten, wenn ich die Umschulung nicht abbrechen will.

* M√∂glichkeit drei w√§re mit meinem G√∂ga (G√∂ttergatten) eine Wohnung zu suchen. Allerdings w√ľrde ich mich nicht gut dabei f√ľhlen, mich „aushalten“ zu lassen. Es w√§re also erst eine Option wenn die Umschulung vorbei ist und ich in Lohn und Brot stehe. Fr√ľhestens in 1,5 Jahren.

Alles drei Optionen sagen mir nicht zu. Nur was dann???

Vermutlich werde ich das machen, was ich solchen Situationen meistens mache:

Mich zur√ľckziehen, die N√§chte gr√ľbeln ob es nicht doch eine L√∂sung gibt, um mich letzten Endes in den Schlaf zu weinen, weil ich – mal wieder – mit dem Leben √ľberfordert bin. Und nat√ľrlich irgendwie die 1,5 Jahre versuchen zu √ľberstehen. Was bleibt mir auch anderes √ľbrig?

Nur eines wei√ü ich ganz gewiss: Wenn ich unsere Freundschaft nicht aufs Spiel setzen will, brauche ich Abstand. Dringend. Doch wo soll ich hin? Es bleibt mir wohl nicht viel als etwas zu tun, was ich nicht mehr machen wollte: Mich in mich selbst zur√ľck ziehen.

My home is my castel.

Nur jetzt hat jemand die Zugbr√ľcke herunter gelassen …

[Mooni]

 

Schilderwald

„Ins Sichere willst du dich betten! Ich liebe mir inneren Streit: Denn, wenn wir die Zweifel nicht h√§tten, wo w√§re denn frohe Gewi√üheit?“ [Johann Wolfgang von Goethe]

Aug 132014
 

Er ist zur√ľck gekehrt. Miguel. Braungebrannt und – nicht so ganz gut gelaunt. Das lag aber nicht am Urlaub, sondern an den √∂ffentlichen Verkehrsmitteln mit ihrer zuverl√§ssigen Unp√ľnktlichkeit.

Nat√ľrlich wollte Mooni ihn w√ľrdig empfangen. So bereitet sie nicht nur ein „leichtes“ Mittagessen bestehend aus K√§sekuche, Schlagsahne, Spaghettieis und (echtem!) Kaffee zu, sondern dekorierte auch das Wohnzimmer entsprechend. Ein duftendes Teelicht auf dem Tisch und – wie ihm angedroht hatt – ein „Willkommen Zuhause“ von einer Wand zur anderen. Allerdings in italienisch. Immerhin hat er ja behauptet er h√§tte das in Venedig ein wenig gelernt. ūüėČ

Geschenke gab es auch. Nicht f√ľr Miguel, aber f√ľr die Katzen und mich. Die Samtpoften wurden mit je einem Sch√§lchen italienischen Katzennassfutter in Fischvariante bestochen. Seine Schwester bekam, neben zwei sch√∂nen Postkarten, einen F√§cher. Genau richtig bei dem Wetter! ūüėÄ

Wir erinnern uns: Mooni hatte schon ein mulmiges Gef√ľhl, als sie in Hamburg die Leichenumrisse entdeckete. Dieses Gef√ľhl sah sie best√§tigt, als sie in Miguels W√§sche ein wei√ües Shirt entdeckte.

Es war voller Blut …