Jul 132015
 

Feierabend bei norddeutschem Shitwetter. Während mein Bruderherz in der Hitze zerfließt ziehe ich meine Jacke enger an meinen Körper. Der Regen, der wie ausBremen HBF Eimern herunter kommt, erfrischt die Luft ungemein. Ich werfe einen Blick auf die Abfahrtsanzeige im Hauptbahnhof. Nur 4 Minuten. Locker zu schaffen. Vorrausgesetzt die Bahn fährt pünktlich. Tat sie aber nicht. Sie fuhr viel zu früh. Ich starrte nur noch die Rücklichter an … Und freute mich das es nicht mein Zug war. Glücklicherweise kam die nächste Straßenbahn nur sechs Minuten später. In weiser Vorraussicht verzichtete ich bei der Fahrt auf Ohropax (Ja, Tatsache. Seit einer halben Woche fahre ich Öffis mit Ohropax. SEHR zu empfehlen!) Mein Buch holte ich allerdings hervor, doch wirklich konzentrieren konnte ich mich nicht, also wanderte es wieder in den Rucksack.

Wie war noch mal die Haltestelle? Schweißperlen bildeten sich auf meiner Stirn. Zumindest war ich mir annähernd sicher und sicher was den Namen der Haltestelle davor angeht. Bingo. Das was ich sah erkannte ich. Nur in welche Richtung sind wir dann gegangen? Ich fluchte etwas auf Miguel, da er den Umweg über die Ampel vermieden hatte und wir den gefährlich-direkten Weg über die Hauptstraße genommen hatten. (Würde mir alleine so gut wie nie einfallen.) Ich bekam schon schwitzige Hände und überlegte, ob ich meine Naviapp anschmeißen sollte, entschied mich aber dagegen, als das mir bekannte Restaurant erblickte. Ein Anatole, da könnte man auch mal Essen gehen. Wenn er denn nicht so zu aussehen würde. Okay, die Straße hatte ich schnell gefunden. Für die Hausnummer habe ich lieber noch einen Blick in die Kontaktdaten geworfen und an der Haustür auf das Klingelschild. Natürlich (?) erwischte ich zuerst den falschen Schlüssel und kam mir etwas vor wie eine Einbrecherin. Ehrlich gesagt bin ich ganz froh bisher noch niemanden über den Weg gelaufen zu sein. Lässt sich in einer ganzen Woche aber wohl schwerlich vermeiden ..

Ich habe sogar daran gedacht in den Briefkasten zu gucken! (Ist nicht selbstverständlich, bei uns Zuhause gucke ich nur 2x/Woche.) Es gab aber keine heißen Liebesbriefe zu entdecken, sondern nur einen Auffruf zur Altkleiderspende. Ist direkt ins Altpapier gewandert.

KoernchenAn der Wohnungstür war ich kurz am überlegen, ob ich klingel. Einfach damit die Katzen sich verstecken und ich gefahrlos die Wohnung betreten kann. Habe es nicht gemacht und bin von Phex begrüßt wurden und Nimoeh hat mich (fast) zu Fall gebracht. Körnchen hat alles aus sicherer Entfernung beobachtet. Ehe ich irgendetwas anderes gemacht habe, bin ich zielstrebig in die Küche und habe die gefräßige Bande versorgt. Wobei nur zwei von Dreien auch wirklich einen gesegneten Appetit hatten. Der „Kleinen“ war (ist) wohl noch nicht alles so ganz geheuer, obwohl sie mich ja kennt … 🙁 Während sich die Großen ihren Rest Nassfutter geteilt haben, hat Körnchen zumindest noch eine große Handvoll Trockenfutter genossen.

Phex ist im Moment erstaunlich ruhig. Ob das daran liegt, dass er grade hinter den Monitoren spielt??? ();O)

Phex

  One Response to “Ich bin dann mal da 1.0”

  1. Mach das/ den da weg!

Kommentar verfassen