Dez 162014
 

Samstag, 13. Dezember 2014
Außentemperatur: ca. 3° C
ca. 20 Uhr

Eine eisige Kälte bahnt sich ihren Weg ins Haus. Unaufhörlich kriecht sie die Wände empor.kalt1
„Herrchen ist in zwei Stunden hier. Herrchen weiß was zu tun ist.“ versuchte das weibliche HG-Mitglied die Katzen, und sich selbst, zu beruhigen. So ganz sicher war sie sich dabei allerdings auch nicht …

ca. 23:30 Uhr
Außentemperatur: ca. -1° C

Der „Herr des Hauses“ kam nach Hause, wurde mit dem Problem konfrontiert – und gemeinsam suchte man nach einer Lösung. So einfach wie das Frauchen dachte, war es leider dann doch nicht…
Nach einigen Anläufen schafften wir es endlich Wasser aufzufüllen, fest davon überzeugt, dass Problem beseitigt zu haben. Die Heizung jedoch sah keinen Grund unsere Mühen anzuerkennen und tat das, was sie vorher auch gemacht hatte: Nichts!
Die Anzeige des Thermometers sank immer tiefer. Erbarmungslos. Nach gut zwei Stunden hatten wir alles zumindest lauwarm. (Wobei es zum Heizen nicht wirklich reichte.)
Müde beschlossen wir uns unter unsere – kalten – Bettdecken zu kuscheln. – Die Samtpfoten sahen es ähnlich und kuschelten sich an einander / uns.
Glück im Unglück: Zumindest sind wir in den Mauern vor dem eisigen Wind geschützt – und: Es ist nicht über die Feiertage passiert!

Sonntag, 14. Dezember 2014
Außentemperatur: ca. 3° C

Sonntag. Die Heizung lauwarm. Höchstens. Es sollte alles nichts helfen. Bei Bekannten wurde nach einer Idee gefragt. Leider ohne Lösung. Das Haus kühlte immer weiter aus. Es half nichts:
Ein Griff zum Telefon: Notdienst. – Und die Feststellung das NOTdienste es NICHT NÖTIG haben, auch ans Telefon zu gehen. Schon gar nicht an einem (Advents)Sonntag… Trotz mehrer Versuche bei diversen Handwerken: Kein persönliches Gespräch. Rückrufe: Fehlanzeige.
Am Abend gaben wir auf, fanden uns damit ab, die nächste Nacht in der Kälte zu verbringen.
Heißes Wasser funktionierte glücklicherweise noch. Eine heiße Dusche. Welch‘ Wohltat, um den halb gefrorenen Körper zu erwärmen! (Nur leider war das darunter hervorkommen alles andere als angenehm!)
Am Abend wurde der Backofen benutzt, so dass es nicht lange dauerte und die Küche war der wärmste Raum. Kurzzeitig hegten wir den Plan dort einen Fernseher hinzustellen und mit dem Ofen zu heizen. Auf Grund der hohen Stromkosten verwarfen wir diesen Plan jedoch recht schnell wieder.
Irgendwann hatte der „Herr des Hauses“ (Durchaus begabter Handwerker *hust*) die Therme zumindest soweit, dass wir sie für eine Stunde heizte. Besser als Nichts, aber keine Dauerlösung. Zumal man dabei wirklich jede Stunde in den Keller gehen und das Gerät neu starten musste, samt sämtliche Heizkörper abzuschalten – und später wieder an … Ein wenig abenteuerlich. Früher sammelte man Feuerholz, heute kalt2wechselt man sich an der Therme ab …

Montag, 15. Dezember 2014
Außentemperatur: ca. 5° C

Tatsächlich war es an einem WERKtag möglich einen Klempner zu erreichen. „Wir sind innerhalb der nächsten zwei Stunden bei Ihnen.“ Sie hielten Wort! Zwei, ein wenig an die Charaktere eines alten Spiels erinnernd, standen im Blaumann vor der Tür. Die professionelle Fehlersuche begann – unter Miguels aufmerksam Adleraugen, der sich alles genau erklären ließ. (Eine Einweisung vom Vermieter beim Einzug fehlte nämlich gänzlich!)
Diagnose: Kondensatsabfluss verstopft. EIGENTLICH hätte dieser bei der Wartung (andere Firma!) gereinigt werden müssen. Wurde er aber offensichtlich nicht!
Die beiden Klempner rückten ab, alles funktionierte. Alles? Ja, aber nur kurze Zeit. Erneuter Ausfall. Wieder in der Handwerksfirma anrufen…
Derweil stapelten wir Bettdecken (und Katzen) in der Küche, da es sich dort zumindest, dank der Zubereitung des Abendessens, aushalten lies.
Mooni experimentierte und versuchte mit Fön, Ventilator und Schalen mit kochendem Wasser einen Ofen zu bauen, was jedoch scheiterte. (Nein, sie bekam glücklicherweise keinen Stromschlag. Dennoch: Bitte nicht nachmachen!) Letztlich entschied sie sich für die gute alte Wärmflasche und einen Wasserkocher …

Dienstag, 16. Dezember 2014
Außentemperatur: ca. 5° C

Ein weiteres Mal mit der netten Dame vom Klempnerdienst gesprochen. Sie schicke die Kollegen im Laufe des Tages. Leider wäre kein genauer Termin möglich … – Mal gut, dass Mooni sich so etwas bereits dachte und vorsorglich von Zuhause „arbeitete“. Aber es dauerte gar nicht lange und es klingelte. Unsere „Retter“ standen vor der Tür. (Zumindest hofften wir, dass sie eine Lösung mitbrächten.) Wirklich viel machen konnten sie nicht, denn es sah ganz so aus als sah der Temperaturfühler defekt und, wie könnte es anderes sein, müsste erst ein Ersatzteil geordert werden … Es könnten aber noch drei, vier andere Teile sein. (Super!) Wahllos wolle man keine Teile austauschen (Hah! Daran erkennt man ehrliche Handwerker!), sondern den Wartungsdienst des Herstellers vorbeischicken, um das Ganze günstiger zu gestalten. Am Nachmittag würde man sich noch einmal bei uns melden, zwecks Terminabsprache. (Yeah!)
Die Telefone immer griffbereit haderte Mooni den Dingen, die da noch kommen würden, während Miguel sich durch die „Draußenkälte“ auf ins warme Büro machte. 😉
Keines der Telefone wollte klingeln, doch da klingelte es plötzlich an der Tür! Noch einmal die Klempner „Wir sind’s noch mal!“ (Äh ja, seh ich.) „Wir müssten noch mal was schauen.“ (Na dann mal zu.) Geräusche drangen aus dem Keller an Moonis Ohr, ein Telefongespräch, klappern, zischen, Stimmen, Schritte … Die Klempner drangen wieder ans Tageslicht: „Dürfte jetzt gehen!“ „???“ Siehe da, ein Kollege hatte offenbar einen „rettenden“ Tipp. (Auf Grund des Gesichtsausdrucks des Chefs liegt hier die Vermutung nahe, dass es sich um eine Kleinigkeit handelte, an die man einfach nicht gedacht hatte.)

Drei Stunden später …warm
Wir haben (noch immer) Strom!
Das Wasser wird (noch immer) warm.
Die Heizung wird (wieder) warm!!!
Servivaltrainig der modernen Art: Abgeschlossen.

Mittwoch, 17. Dezember 2014

… Wir hoffen das Beste äh Wärmste …
Bisher haben wir (noch) eine warme Hütte und danken Herrn Streil & seinen Kollegen WÄRMSTENs für den super Service! Von der Dame am Telefon, bis hin zu den Herren vor Ort! 🙂

Klempner

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