Archiv für den Monat: August 2014

Gierlappen ohnesgleichen …

Phex frisst nicht. Er inhaliert alles Essbare!

Darum haben wir ihm einst einen „Anti-Schling-Fressnapf“ gekauft.

Mehr oder weniger funktioniert das auch. (Eher weniger.)

Blöd nur, wenn Kater so gierig ist, dass er das Fressen nicht (nur) im Mund hat.

Nun hat er Fleischduft unter der Nase. Traum oder Folter? 😉

Die anderen Katzen gucken und riechen jedenfalls sehr begeistert … *g*

Phex

Die Rache des Katers

Eine alte Frau sitzt in ihrem Schaukelstuhl auf der Veranda als ploetzlich
eine gute Fee erscheint. „Du hast drei Wuensche frei“, sagt die Fee zur
alten Frau. „Hhm“, gruebelt die alte Frau, „als erstes wuensche ich mir,
dass ich reich bin.“ Die Fee schwingt ihren Zauberstab und schon sitzt die
alte Frau in einem Schaukelstuhl aus purem Gold. „Als naechstes wuensche ich mir, jung und schoen zu sein.“ Die Fee betaetigt ihren Zauberstab und schon ist die ehemals alte Frau jung und schoen. „Gut“, meint die jetzt junge Schoenheit, als ihr alter Kater ihr zwischen den Beinen
herumschleicht, „jetzt wuensche ich mir, dass mein lieber Moritz zu einem
schoenen jungen Mann wird.“ Die Fee schwingt ein letztes Mal den
Zauberstab und verschwindet. Vor der Frau steht der schoenste Mann, den
sie jemals erblickt hat. Sie bekommt weiche Knie, als der schoene
Juengling seinen Kopf in ihre Richtung beugt, glaubt sie doch, er wuerde
sie jetzt kuessen.
Doch stattdessen fluestert er ihr ins Ohr: „Ich habe gewusst, dass es Dir
irgendwann einmal leid tun wuerde, mich kastriert zu haben …“

Phex

Jede Sache hat ein Aber.

Es ist früher Morgen. Eine kurze schlaflose Nacht liegt hinter mir.

Seit einigen Tage avanciert mein Bruderherz wieder Frauen. Den Blick richtet er schon länger wieder hinterher. (Soviel zu „Nie wieder Weiber!“ ;)) Doch am letzten Wochenende ist es ernst geworden. Ein weibliches Wesen hat es geschafft eine „Befäre“ (Weder Beziehung, noch Affäre, sondern irgendwas dazwischen.) mit ihm zu führen. Auch wenn die Dame nicht ständig hier ist – zumindest noch nicht – so kann ich nicht umhin zuzugeben das sie mich stört. Nicht weil sie etwas mit meinem Bruderherz hat. Ich freue mich wirklich für ihn! Aber für mich ist sie eine fremde Person die in meinem Privatbereich eindringt. Wenn sie da ist kann ich mich nicht frei bewegen, nicht das tun und lassen was ich mache, wenn nur die „echten“ Bewohner des Hauses da sind. Auch wenn das zwischen den beiden nur von kurzer Dauer sein wird (Nein, ich werde NICHTS damit zu tun haben!!!) so wird sie sicher nicht die Letzte sein. Eher die erste von einer ganzer Reihe Frauen. Zumindest wenn man „alten Legenden“ glauben darf.

Bisher war mein „Zuhause“ mein Rückzugsort. Der Einzige. Hier konnte ich zur Ruhe kommen und eben einfach „ich“ sein. Doch nun ist mir das nicht mehr möglich. Höchstens wenn ich mich in mein Zimmer einschließe (sofern ich denn einen Schlüssel hätte). Ich fühle mich gefangen, wie ein hilfloses Tier in die Ecke gedrängt. Es fühlt sich nicht gut an. Meine Gefühle fahren Achterbahn. Ich habe Angst. Ständige Nervosität ist (wieder) zu meinem Begleiter geworden. Wird sie heute wieder vorbei kommen? Eigentlich kann es mir egal sein, doch der Gedanke jemandem „unvorbereitet“ über den Weg zu laufen behagt mir nicht. Selbst vorbereitet ist es nicht wirklich besser. Ich mag keine Menschen und spontan bin ich auch nicht. Leider. Ich wünschte es wäre anderes, doch bisher sind alle Versuche gescheitert. Ich reagiere gereizt. Einer der Gründe warum ich bei ihrem ersten Auftauchen die Flucht ergriffen haben. Vor ihrem eintreffen und vor ihrer Abreise. Bloß nicht mehr Kontakt als zwingend nötig. Sie kann schließlich nichts dafür, ist auch nur ein Opfer ihrer Gefühle.

„Aller guten Dinge sind drei“ oder auch „Dreimal ist Bremer Recht“, wie man hier zu Lande sagt. Doch ich bin keine Bremerin und vielleicht ist es nun an der Zeit ab hier getrennte Wege zu gehen.

Die Frage nach dem WIE hielt mich wach, lies mich ins Grübeln fallen. Es scheint keine Win-Win-Möglichkeit zu geben. Oder ist mir bisher verborgen:

* Entweder alles bleibt wie es ist und mein Bruderherz und ich suchen uns gemeinsam etwas Neues. So war es bisher geplant. Ganz klarer Nachteil: Ich bezahle mit meiner Freiheit…

* Theoretisch könnte ich mir eine eigene Unterkunft suchen. Praktisch kann ich mir das jedoch nur leisten, wenn ich nebenher arbeiten gehe. Das kann ich mir aber zeitlich nicht leisten, wenn ich die Umschulung nicht abbrechen will.

* Möglichkeit drei wäre mit meinem Göga (Göttergatten) eine Wohnung zu suchen. Allerdings würde ich mich nicht gut dabei fühlen, mich „aushalten“ zu lassen. Es wäre also erst eine Option wenn die Umschulung vorbei ist und ich in Lohn und Brot stehe. Frühestens in 1,5 Jahren.

Alles drei Optionen sagen mir nicht zu. Nur was dann???

Vermutlich werde ich das machen, was ich solchen Situationen meistens mache:

Mich zurückziehen, die Nächte grübeln ob es nicht doch eine Lösung gibt, um mich letzten Endes in den Schlaf zu weinen, weil ich – mal wieder – mit dem Leben überfordert bin. Und natürlich irgendwie die 1,5 Jahre versuchen zu überstehen. Was bleibt mir auch anderes übrig?

Nur eines weiß ich ganz gewiss: Wenn ich unsere Freundschaft nicht aufs Spiel setzen will, brauche ich Abstand. Dringend. Doch wo soll ich hin? Es bleibt mir wohl nicht viel als etwas zu tun, was ich nicht mehr machen wollte: Mich in mich selbst zurück ziehen.

My home is my castel.

Nur jetzt hat jemand die Zugbrücke herunter gelassen …

[Mooni]

 

Schilderwald

„Ins Sichere willst du dich betten! Ich liebe mir inneren Streit: Denn, wenn wir die Zweifel nicht hätten, wo wäre denn frohe Gewißheit?“ [Johann Wolfgang von Goethe]

Ein Mörder kehrt heim

Er ist zurück gekehrt. Miguel. Braungebrannt und – nicht so ganz gut gelaunt. Das lag aber nicht am Urlaub, sondern an den öffentlichen Verkehrsmitteln mit ihrer zuverlässigen Unpünktlichkeit.

Natürlich wollte Mooni ihn würdig empfangen. So bereitet sie nicht nur ein „leichtes“ Mittagessen bestehend aus Käsekuche, Schlagsahne, Spaghettieis und (echtem!) Kaffee zu, sondern dekorierte auch das Wohnzimmer entsprechend. Ein duftendes Teelicht auf dem Tisch und – wie ihm angedroht hatt – ein „Willkommen Zuhause“ von einer Wand zur anderen. Allerdings in italienisch. Immerhin hat er ja behauptet er hätte das in Venedig ein wenig gelernt. 😉

Geschenke gab es auch. Nicht für Miguel, aber für die Katzen und mich. Die Samtpoften wurden mit je einem Schälchen italienischen Katzennassfutter in Fischvariante bestochen. Seine Schwester bekam, neben zwei schönen Postkarten, einen Fächer. Genau richtig bei dem Wetter! 😀

Wir erinnern uns: Mooni hatte schon ein mulmiges Gefühl, als sie in Hamburg die Leichenumrisse entdeckete. Dieses Gefühl sah sie bestätigt, als sie in Miguels Wäsche ein weißes Shirt entdeckte.

Es war voller Blut …